Navigation

Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material

Arbeitsgruppe der Ständigen Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe

Die Arbeitsgruppe evaluiert Grenz- und Beurteilungswerte für gesundheitsschädliche Arbeitsstoffe in biologischem Material (Biologische Arbeitsstoff-Toleranzwerte (BAT-Werte), Biologische Leitwerte (BLW), Biologische Arbeitsstoff-Referenzwerte (BAR) und Expositionsäquivalente für krebserzeugende Arbeitsstoffe (EKA)).

DFG im Profil

In der jährlich erscheinenden MAK- und BAT-Werte-Liste werden diese Beurteilungswerte veröffentlicht.

Wiley Online Library

Zusätzlich liegen deutsch- und englischsprachige arbeitsmedizinisch-toxikologische Begründungen von Biologischen Arbeitsstoff-Toleranzwerten (BAT-Werten), Biologischen Leitwerten (BLW), Biologischen Arbeitsstoff-Referenzwerten (BAR) sowie Expositionsäquivalenten für krebserzeugende Arbeitsstoffe (EKA) vor.

Wiley Online Library

Die 1955 gegründete Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (MAK-Kommission) hat – entsprechend ihrem Mandat [1] – im Jahr 1979 die Bildung einer Arbeitsgruppe „Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material” beschlossen und diese mit der Evaluierung von Grenz- und Beurteilungswerten für Gefahrstoffe am Arbeitsplatz beauftragt. Seit 1981 werden Biologische Arbeitsstoff Toleranzwerte in der MAK- und BAT-Werte-Liste der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufgeführt.

Die Arbeitsgruppe „Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material“ trifft sich zweimal jährlich, um über die Ableitung von Grenz-  und Beurteilungswerten in biologischem Material zu beraten.

Die Arbeitsgruppe „Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material“ evaluiert für Gefahrstoffe am Arbeitsplatz Grenz- und Beurteilungswerte in biologischem Material:

  • Biologische Arbeitsstofftoleranzwerte (BAT-Werte),
  • Biologische Leitwerte (BLW),
  • Biologische Arbeitsstoffreferenzwerte (BAR) sowie
  • Expositionsäquivalente für kanzerogenen Arbeitsstoffe (EKA),

um die Gesundheit von Beschäftigten an ihren Arbeitsplätzen zu gewährleisten und Belastungen und Beanspruchungen durch gesundheitsgefährdende Arbeitsstoffe einschätzen zu können.

Darüber hinaus erarbeitet die Arbeitsgruppe „Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material“ Grundlagenpapiere, in denen für ihr Arbeitsgebiet wichtige Aspekte dargestellt und diskutiert werden, wie z.B. die Bedeutung des Kreatiningehalts in Urinproben, die Enzyminduktion durch die gleichzeitige Einwirkung von Fremdstoffen etc.

Die Arbeitsgruppe besteht aus Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, die über die notwendige Erfahrung in der Beurteilung von Human-Biomonitoring-Daten verfügen und in der Lage sind, Grenz- und Beurteilungswerte für gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffe aus Studien abzuleiten. Sie arbeiten ehrenamtlich als Mitglieder oder Gäste/Ad hoc-Sachverständige der Senatskommission in der Arbeitsgruppe.

Das Selbstverständnis der Zusammenarbeit in der Ständigen Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe und ihren Arbeitsgruppen ist in einem Kodex schriftlich festgehalten und wird von den in der Arbeitsgruppe mitarbeitenden Expertinnen und Experten durch Unterschrift bestätigt.

Um die Unabhängigkeit aller beteiligten Personen sicherzustellen, werden alle Mitglieder und Gäste der Senatskommission aufgefordert, vor den Sitzungen der Arbeitsgruppe mitzuteilen, ob zu einzelnen Tagesordnungspunkten Interessenkonflikte bestehen. Eine entsprechende Erklärung zum Umgang mit Interessenkonflikten wird von jedem Mitglied und Gast vor jeder Sitzung ausgefüllt und unterschrieben. Eventuell vorhandene Interessenkonflikte werden zu Beginn der Sitzung offengelegt, diskutiert und protokolliert.

Der fachliche Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist die Evaluierung von Grenz- und Beurteilungswerten (BAT, EKA, BLW, BAR) für gesundheitsschädliche Arbeitsstoffe und deren Metabolite in biologischem Material. Die Auswahl der Parameter erfolgt dabei in enger Abstimmung mit der Arbeitsgruppe „Analysen in biologischem Material“ der Senatskommission. Zusätzlich erfolgt ein reger Austausch mit der Arbeitsgruppe „Aufstellung von MAK-Werten“.

Neben der Zusammenarbeit mit allen Arbeitsgruppen der Kommission bestehen enge Kontakte zu nationalen und internationalen Gremien, wie dem Scientific Committee for Occupational Exposure Limits (SCOEL) der EU, dem Biological Exposure Indices Committee (BEI) der American Conference of Governmental Industrial Hygienists (ACGIH) in den USA, dem Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Kommission „Humanbiomonitoring“ des Umweltbundesamtes.

Änderungen und Neuaufnahmen von Grenz- und Beurteilungswerten in biologischem Material werden in jedem Jahr am 01. Juli in der MAK- und BAT-Werte-Liste  veröffentlicht:

Wiley Online Library

Zusätzlich liegen deutsch- und englischsprachige arbeitsmedizinisch-toxikologische Begründungen von Biologischen Arbeitsstoff-Toleranzwerten (BAT-Werten), Biologischen Leitwerten (BLW), Biologischen Arbeitsstoff-Referenzwerten (BAR) sowie Expositionsäquivalenten für krebserzeugende Arbeitsstoffe (EKA) vor. Diese werden zeitnah auf Deutsch und in englischer Übersetzung online in der MAK-Collection Online publiziert.

Wiley Online Library

Leiter der Arbeitsgruppe

Prof. Dr. med. Hans Drexler

Wiss. Sekretariat

Team E-Mail dfg-bat@fau.de

Dr. rer. nat. Katrin Klotz

Sekretariat

Team E-Mail dfg-bat@fau.de

Jana Chieukam